2005-08-03

Auf zum Rennen

Letztes Wochenende verbrachte ich auf dem MIS (Michigan International Speedway) Rennplatz. Nach einer fünfjährigen Pause habe ich mir mal wieder ein richtiges Autorennen geleistet. Diesmal war es das Firestone Indy 400. Rundkursrennen sind normallerweise nicht meine Sache, ich mag lieber kurvige Rennkurse oder Strassenrennen.

Was aber diesen Ausflug so besonders machte, war dass am Sonntag mein Sohn, Vincent, mit dabei war. Wir hatten viel Spass, wir sahen viele Fahrer persönlich (Danica Patrick, AJ Foyt IV, AJ Foyt). Wir sahen wie ein Mechaniker von einem Reifen in den Boxen niedergeschlagen wurder, auch 4 Motoren den Geist aufgeben, einen Unfall mit 4 Fahrzeugen. Wir sahen einen sehr guten Endspurt, und Bryan Herta verdienterweise gewinnen. Seine Maschine lief das ganze Wochenende sehr gut.

Am Samstag verbrachte ich alleine den ganze Tag im Parcour und in den Boxing, sowohl bei den Uebungsläufen als auch bei der Qualifikation. Nichts zeigt einem besser dass Autorennen ein Teamsport is, als wenn man den ganzen Tag mit den Teams verbringt. Sofort siehst du, dass die Fahrer weniger bedeutend sind. Danica, zum Beispiel, hatte halt nur Probleme mit dem Wagen. Der Motor klang schlecht (am Sonntag gab er dann den Geist auf) und in der Qualifikation kam sie auch nicht auf Touren. Ich wusste schon am Samstag, dass sie am Sonntag nicht das Rennen fertig bringen wird. Und das ist noch nicht mal Ihre Schuld. Oder das des Teams. Autosport auf dem Niveau, da muss alles perfekt hinhauen. Und es ist verdammt prekant. Da kann man sich nicht einfach hinsetzen, und sagen, so das machen wir jetzt so und so, und dann gewinnen wir. Man muss wirklich hart arbeiten, und die richtige Einstellung finden, und dann die richtigen Reifen haben (hallo Michelin) und dann muss der/die Fahrer(in) auch noch wissen, was er/sie/es macht. Und so weiter, und so weiter

Jedenfalls war es das Geld wert, so ein Wochenende.